"Letztes Jahr sperrte sich ein Mann in ein Auto ein und masturbierte, während er die Hostessen anglotzte", erzählt eine Studentin, die für eine italienische Marke am Autosalon arbeitete. Kein Einzelfall: Betrunkene Grapscher und Voyeure sind für die "Filles du Salon" das tägliche Brot: "Unter dem Vorwand, Fotos zu machen, wurde mir dauernd an den Po gefasst", erzählt eine andere Ex-Hostess. "Ich verschränkte die ganze Zeit die Hände hinter dem Rücken oder lehnte mich ans Auto, um nicht begrapscht zu werden." Nach einigen Tagen sei sie ein nervliches Wrack gewesen. Damit ist sie nicht allein: "Die meisten Besucher halten uns für Escortgirls", so der O-Ton diverser junger Frauen.
Doch Grapscher sind nicht das einzige Problem: Vermeintlich raffinierte Spanner binden sich kleine Spiegel an die Schuhe, unverschämte knipsen den Hostessen direkt mit dem Handy unter den Rock. "Deshalb gilt für Mini-Trägerinnen immer: Beine zusammen!", so eine Ex-Hostess.
Die Bilder von Slips und Hostessenhintern kursieren zu Hunderten auf Internetseiten. Unter den Salon-Fetischisten gibt es auch Spezialisten: "Letztes Jahr hat einer von allen nur die Füsse fotografiert", berichtet eine Hostess.
"Für die Sicherheit der Hostessen sind vor allem die Aussteller verantwortlich, die erotisierte Spannung am Stand ist aber meist gewollt.
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